• Roman,  Sachliches,  Sagen und Märchen,  Uncategorized

    Ein neues Lesejahr

    … und es beginnt großartig. Hier ein kleiner Eindruck was sich gerade bei mir tummelt.

    Genaueres schreibe ich zu den Büchern, wenn ich sie gelesen habe. Gerade lese ich „Die verborgenen Stimmen der Bücher“ von Bridget Collins, Übersetzerin: Ulrike Seeberger, erschienen im Aufbau Verlag. Dazu kommt die nächsten Tage ein Beitrag.

    Ich habe eine ausgeprägte Neigung, neben belletristischen Werken Sachbücher zu lesen. Gerne parallel, komischer Weise Romane im Bett und Sachbücher am Schreibtisch. China und Japan von Kai Vogelsang ist gerade dran.

    Euch allen ein reiches literarisches, gesundes, wundervolles 2021

  • Einfach schön,  Sachliches

    Das schöne Leben der Toten von Milena Moser & Victor Mario Zaballa

    Jeder Mensch, egal welcher kulturellen Prägung, stellt sich irgendwann einmal die Frage: Was geschieht eigentlich nach dem Tod? … und beantwortet sie sich entweder mit: „Keine Ahnung!“ oder nach religiöser, kultureller Prägung. Meistens vermeiden die meisten Menschen es jedoch an den Tod zu denken, wobei dieser doch die einzige Gewissheit im Leben ist. In der mexikanischen Kultur werden die Toten gefeiert, sie werden am Diá de la Muertos eingeladen mit den Lebenden zu feiern. Genau genommen werden sie gelockt, denn die Verbindung zur Welt der Lebenden sind Essen, der Duft von Blumen und Freundschaft.

    Doch es ist nicht nur dieser Tag, es ist diese generell andere, eher freundschaftliche Haltung dem Tod gegenüber, die zu diesem Buch geführt hat. Milena Moser, Schriftstellerin, Schweizerin und seit fünf Jahren in den USA ansessig und Victor-Mario Zaballa, bildener Künstler toltekischer Herkunft , leben zusammen, arbeiten zusammen, sind mittlerweile verheiratet und der Tod ist für sie beide keine abstrakte Möglichkeit in ferner Zukunft, sondern täglich präsent, denn Zaballa hat mehrere lebensbedrohliche Erkrankungen, die ihn weder in seiner Kreativität noch in seiner Lebensfreude behindern. So gestaltet er regelmäßig auf der SomArt in San Francisco einen Altar zum Dia de los Muertos und auch im Hause Moser-Zaballa werden die lieben Verstorbenen an diesem Tag mit Essen, Liebe und Blumen gelockt, einen Abend mit den Lebenden zu verbringen. Die Toten müssen gelockt werden, denn ihnen geht es nach mexikanisch/toltekischer Auffassung sehr gut in einer der vielen Jenseitsmöglichkeiten.

    Es ist ein heiteres Buch, über Freundschaft, Liebe und Tod und alles was das Leben sonst noch ausmacht. Es kein langes Buch, gerade einmal 128 Seiten, illustriert mit Fotos von Victor Zaballas Altären und Zeichnungen, doch es ist auch ein gehaltvolles Buch und ein tröstendes. Ich kann es nur empfehlen.